Jumpers Knee

Jumpers Knee Muskulatur

Was tun, wenn es unter der Kniescheibe drückt?

Das Jumpers Knee (auch Larsen-Johansen-Krankheit oder Patellaspitzensyndrom) ist eine schmerzhafte Entzündungsreaktion des Ursprungs der Patellasehne an der Spitze der Kniescheibe. Die Patellasehne beschreibt die Sehne, die sich über die Kniescheibe zieht.

Anatomie

Die Patellasehne ist das fünf bis sechs Millimeter dicke Kniescheibenband, das als Fortsetzung der Quadrizepssehne vom unteren Rand der Kniescheibe (Patella) bis zur vorderen Schienbeinbeule (Tuberositas tibiae) reicht. An diesem Punkt setzt die Patellasehne großflächig an. Sie überträgt die Muskelkraft beim Strecken des Beines.

Symptome

Bei Sprüngen oder anderen starken Belastungen des Kniegelenks kommt es beim Jumpers Knee zu druckähnlichen Schmerzen unterhalb der Kniescheibe. In der Anfangsphase dieser Reizung treten Schmerzen nur während des Aufwärmens auf und lassen später nach, bis die Belastung vorbei ist, um dann wieder aufzutreten. Ist das Stadium fortgeschritten, halten die Schmerzen auch während der Belastung an und auch im Alltag kann das Jumpers Knee dann zu Einschränkungen in der Bewegung führen.

Ursache

Die Ursache des Jumpers Knee sind ungewohnte, starke Zugbelastungen am Knochen-Sehnen-Übergang der Kniescheibe (Patella). Dadurch wird die Patellasehne gereizt. Auch eine verhärtete (kontrakte) Oberschenkelmuskulatur oder ein Kniescheibenhochstand (Patella alta), sowie eine Fehlstellung des Beckens durch die Wirbelsäule sind Ursachen eines Jumpers Knee. Aber auch eine Fußfehlstellung (zum Beispiel Knick-/Senkfuß), die zur Überpronation des Fußes führt fördert die Entstehung der Verletzung.

Diagnose

Durch leichte Druckeinwirkung auf die Patellasehne lässt sich eine Reizung schnell feststellen. Auf einem Röntgenbild ist eine Erosion des Knochens zu erkennen. Sollte man sich einer Kernspintomografie unterziehen, wird ein Ödem in der Kniescheibe sichtbar.

Therapie

Bei einsetzenden Schmerzen der Patellasehne sollte die Belastungsintensität beim Laufen herabgesetzt und der Trainingsumfang reduziert werden. Kontinuierliches, regelmäßiges Training wie Radfahren oder Rudern sollten Belastungen durch Sprünge ersetzen. Bei der Reduzierung der Schmerzen hilft eine Bandage, die einen leichten, dauerhaften Druck auf die Patellasehne ausübt.

Unsere Lösung für Sie

Wir bieten Ihnen aus unserem Bandagensortiment die sogenannte Kessler Bandage an, die Sie mithilfe eines leichten, dauerhaften Drucks auf die Patellasehne vom Schmerz befreit. Außerdem helfen unsere orthopädischen Einlagen. Da dem Jumpers Knee häufig eine Fußfehlstellung, sowie eine fehlerhafte Abrollbewegung (Pronation) vorher geht, verbauen wir bei unseren Einlagen einen Supinationskeil. Er korrigiert die Beinachse und verhindert die Folgewirkung im Knie.