Achillodynie

Achillodynie Muskulatur
Achillodynie

Was tun, wenn sich die Achillessehne entzündet?

Eine Achillodynie ist ein Schmerzsyndrom der Achillessehne, des Ansatzes der Wadenmuskulatur am Fersenbein. Es handelt sich um eine entzündliche Reaktion auf mechanische Schädigung des Gewebes der Achillessehne.

Anatomie

Die Achillessehne (Tendo calcaneus) verbindet die Wadenmuskulatur (M. gastrocnemius und M. solues) mit dem Fersenbein (Calcaneus). Sie ist besonders bei der Streckung des Fußes (Läufer, Springer, Werfer) belastet. Die Achillodynie beschreibt dabei die schmerzhafte Entzündung der Achillessehne.

Symptome

Symptome sind Schmerzen im Bereich der Achillessehne, die häufig nach der Belastung, sowie morgens nach dem Aufstehen vorkommen. In chronischen Fällen sind die Schmerzen auch beim Gehen vorhanden und klingen nur bei vollständiger Entlastung der Achillessehne ab.

Ursache

Die häufigsten Ursachen für eine Reizung der Achillessehne sind Fußstellungen (Senk-/Spreizfüße), falsches Schuhwerk (Druck auf den Schleimbeutel) mit zu starken Dämpfungs- und/oder Stützelementen im Schuh (schlechter Halt des Fußes), Vorfußsupination (Abrollung über den äußeren Vorfuß), verkürzter Wadenmuskulatur, sowie ein zu hoher Trainingsumfang.

Diagnose

Im Bereich der Achillessehne befindet sich häufig eine ausgeprägte Schwellung. Sie ist tastbar und erwärmt. Patienten mit Achillodynie berichten über sehr hohe Druckempfindlichkeit. Besonders stark sind die Schmerzen morgens, direkt nach dem Aufstehen und eine Belastung ist kaum möglich. Bei sportlichen Aktivitäten herrscht zu Beginn der Belastung ein erhöhter Zug auf die Achillessehne der zu Schmerzen führt. Dieser klingt meist nach Erwärmung ab. Nach der Belastung sowie nachts können erneut Schmerzen auftreten. Teilweise findet man ein tastbares und manchmal auch hörbares Knirschen (Krepitationszeichen) in der Sehne, das durch Fibrin-Ablagerungen (Protein-Ablagerungen) entsteht. Um Teilrisse der Achillessehne auszuschließen, können Ultraschalluntersuchungen, Röntgenaufnahmen, bzw. Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden.

Therapie

Bis zum Abklingen sollte mit dem Sport pausiert werden und in dieser Phase eventuelle Dysbalancen anhand von Kräftigungs-, Stretching- und Koordinationsübungen reduziert werden. Ebenfalls sollte eine orthopädische Einlage zur Stabilisierung des Fußes getragen werden. Zur Entlastung der Achillessehne im akuten Stadium sind Bandagen zu empfehlen.

Unsere Lösung für Sie

Bei Achillessehnenbeschwerden verbauen wir in unseren Sporteinlagen und Alltagseinlagen eine vordere Außenranderhöhung sowie einen Detorsionskern. Beide Zusätze bewirken das Abrollen über die Großzehe und korrigieren eine entscheidende Ursache der Schmerzen. Außerdem gewährleisten die Einlagen perfekten Halt des Fußes im Schuh und korrigieren sonstige Fußfehlstellungen. Bandagen können helfen, die Schmerzen kurzfristig zu minimieren.

Des Weiteren empfehlen wir unsere Bewegungsanalyse, bei der wir meist eine starke Vorfußsupination feststellen. Diese führt zu einer unphysiologischen Zugbeanspruchung in der Hauptbelastung der Achillessehne und kann somit zu Reizungen und Entzündungen führen. Andernfalls ist eine starke Überpronation für eine Reizung der Achillessehne verantwortlich. Anhand der Analyseergebnisse sind wir in der Lage die Einlagenversorgung zu optimieren, indem wir gezielt Stütz- und Führungselemente einsetzen.